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Das Gebot der Stunde

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Hallo liebe zukünftigen Millionäre!

Wenn man sich für das Thema „reich werden“ interessiert und den einschlägigen Finanzblogs folgt, nach YouTube-Videos sucht und sich auf diese Weise alternatives Wissen aneignet, dann kommt man unweigerlich zum Thema Börse, Aktien, Anlagen. Es gibt nicht wenige, die den derzeitigen Boom nutzen und mit diesem Instrument, auf „leichte Weise“ zusätzliches Geld verdienen. Da ich nicht dabei bin, schaue ich mitunter etwas neidisch auf die dort präsentierten Erfolge. Aber ich gönne jedem, der sich dort engagiert und das Risiko eingeht, sein „leicht verdientes Geld“. Oft stelle ich mir die Frage, wie es denn so lange gut gehen kann, dieses „ewige Wachsen“ der Börsenkurse. Ja, es scheint ein Wunder zu sein und wer nicht dabei ist, der ist wohl schön dumm – wirklich? Wenn ich mir auf YouTube die Crashs vergangener Zeiten und deren Entstehung anschaue, dann habe ich in der heutigen Zeit ein mulmiges Gefühl. Immer mehr Käufer für Tulpenzwiebeln, Optionen für neue Sorten, Neuverschuldung der USA, Kredite über Kredite, die heute die Staaten für uns aufnehmen und natürlich irgendwie auch mal beglichen werden müssen; mit Geld (Euros), die munter immer fälschungssicherer auf wertloses Material gedruckt werden. – Wovor haben die Gelddrucker eigentlich Angst?

– Vor noch mehr Geld? – Kann doch wohl nicht sein, denn die drucken doch auf Teufel komm raus selbst schon genug.

– Vor dem Verlust der Kontrolle über das Geld? – Kann doch wohl auch nicht sein, denn das Geld kann doch eigentlich nur dort hin, wo keine substanziellen Waren verkauft werden. Waren, die man in den Händen halten und nutzen kann. Für so viele neu gedruckten Euros sind doch überhaupt keine solchen Waren vorhanden. Die Ausweitung der Geldmenge, die sich immer weiter von der produzierten Warenmenge entfernt, kann doch nur in Waren investiert werden, wenn deren Preise ebenso rasant ansteigen. Tun sie aber nicht. Das neu gedruckte Geld kommt bei den Menschen nicht an, sondern fließt in virtuelle Waren, auf Papier gedruckte Versprechungen auf zukünftige Preise für Tulpenzwiebeln, Immobilien, Aktien in früheren Zeiten und in … ja in was eigentlich heute? – Man weiß es nicht! Mario Draghi – Rudi Ratlos weiß es offensichtlich auch nicht. Wenn ich es wüsste, würde ich es euch sagen und dort investieren. Da niemand weiß, was für einen neuen Dämon die EZB-Bürokraten da mit jedem neu gedruckten Euro und fortschreitender Zeit zum Leben erwecken, habe ich aufgrund meines Alternativwissens ein sehr ungutes Gefühl.

Der Kapitalismus funktioniert nicht mehr! Es muss etwas anderes sein, das die neuen Regeln bestimmt – eine geheimnisvolle Macht, die sich mehr und mehr abkoppelt und sich wohl nicht mehr bändigen lässt.

Normaler Weise folgen wir ja den Empfehlungen der etablierten Experten, von denen wir auf YouTube die entsprechenden Videos finden können. Heute ist das anders. Kein Dirk Müller, Silberjunge, Andreas Popp, Crashprophet, Fondsmanager oder Börsenguru; ein einfacher besorgter Mann. Warum hat der nur über 50 000 Klicks? Was weiß der, was die Experten offensichtlich nicht wissen?

Er ist sicher kein geübter Redner und das Video unprofessionell in der Wohnsiedlung aufgenommen. Aber schaut euch einmal das Video an. Wichtig ist das Wissen – Alternativ-Wissen!

Einen schönen Tag!

Der Malachit.


3 Kommentare

  1. decordoba1 sagt:

    Investitionen in Akten sind eine gute Option, allerdings ist es jetzt ziemlich teuer, einzusteigen. Solche Investitionen sind für den Kleinaktionär langfristig anzulegen und zu betrachten (Anlagehorizont 5 Jahre oder länger). Die starken Kursanstiege erlebt man nur dann als vorteilhaft, wenn man investiert ist.

    Ich habe seit 2008 mit meinen Investitionen schlechte Zeiten erlebt, mein Depot war mehrmals weniger als die Hälfte wert von dem, was ich investiert habe. Ich habe nicht verkauft – und heute passt es wieder – gerade 2016 und 2017 haben sich gelohnt. Das weiß man vorher nicht, das wissen die Insider.
    Ich schätze – da gibt es Übernahme-Phantasien durch die Geldsäcke, das treibt den Kurs bestimmter Unternehmen stark nach oben.

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  2. Auch ich habe ähnliche Beobachtungen gemacht – ist das Interesse an den Themen Finanzen und Börsen gar durch die Aussicht auf raschen Gewinn hervorgerufen. Den gibt es richtigerweise ohne Eingehen von überproportionalen Risiken nicht. Surfen viele Finanzblogger auf der Welle mit?
    Daher bin ich gespannt, was passiert, wenn der nächste Crash kommt. Ich hoffe sehr, dass folgendes passiert: Einfach die bereits erworbenen ETFs weiter behalten und regelmäßig und stur weitere Anteile kaufen, um den niedrigen Kurs zu nutzen.
    Was glaubst Du, wird passieren?
    Kommt es dann zum großen Finanzblog-Sterben?
    Viele Grüße
    FF

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    • Der Malachit sagt:

      Hallo und erst einmal vielen Dank für eure Kommentare. Wenn ich das, was „decordobar“ geschrieben hat, lese, dann bewundere ich sein cooles Verhalten. Vielleicht sollte er die Gunst der Stunde nutzen und seine Gewinne realisieren. Natürlich kann es noch eine Weile so weiter gehen und sich seine Gewinne noch vergrößern. Aber, bei einer Gewinnmitnahme ist noch niemand ärmer geworden. Die EZB kauft Zeit und hofft. Niemand weiß, wie lange das derzeitige Konstrukt noch funktioniert. Der Kessel kühlt sich jedenfalls dadurch nicht ab. Ein Rückschlag ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Wie weit es dann runter geht, weiß niemand. An den von vielen befürchteten Supercrash, wie er in der Geschichte schon des Öfteren eingetreten ist, glaube ich nicht. Wie geschrieben, ist das ein Glaube und kein Wissen.
      Finanzblogs berichten meist von Erfolgen. Sie sind stark individuell geprägt. Welcher Blogger berichtet schon gern darüber, wie er sein Geld verliert oder sich von der allgemeinen Euphorie hat anstecken lassen und anschließend eines Besseren belehrt worden ist. Und so wird genau das passieren, was du schon angedeutet hast; das Finanzblog-Sterben. Es werden, wie es bei jeder Euphorie ist, die vielen Kleinen auf der Strecke bleiben. Sie werden aus persönlichen Gründen nicht durchhalten. Von den Blogs, die es als ich 2012 mit dem Bloggen begonnen habe gab, existieren die meisten heute auch nicht mehr. Die Gründe dafür liegen in der Psyche von uns Menschen. Wer scheitert, der zieht sich zurück und posaunt das nicht in die Welt hinaus. – So sind wir nun einmal.
      Der Malachit.

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