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Irreführende Pressemitteilung

img335 (2)Hallo liebe zukünftigen Millionäre!

Die Presse hat ja die Aufgabe, uns allseitig zu informieren. Allerdings und das scheinen die meisten oberflächlich agierenden Menschen, in der heutigen schnelllebigen Zeit zu vergessen, ist die Presse ein wichtiges Element der Regierenden, die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

O.k., der Presseartikel wurde erst auf Seite 8 veröffentlicht, war also nicht so wichtig. Und dennoch ist er enorm meinungsbildend. Menschen, die auf der Suche nach Anlagemöglichkeiten ihres Geldes sind, könnten auf die Idee kommen, einen Teil ihres Geldes in Bitcoins anzulegen. Wenn schon keine Zinsen mehr gezahlt werden und die Volksbank, wie ich heute in der gleichen Presse lesen konnte, auch für Neuverträge bei Privatkunden „Negativzinsen“ einführen will, dann folge ich eben dem Onkel Dagobert. Der muss es ja wissen, schließlich hat er es zur reichsten Ente gebracht. Genau so verläuft der gewollte Gedankengang in den Köpfen der Menschen. Frei nach dem Motte, nur nicht nachdenken, sondern dem Erfolgreichen folgen; Dagobert würde Bitcoins kaufen.

Da die vorsichtigen Deutschen immer noch nicht so richtig der ständig gerührten Aktientrommel folgen und im Börsenkrieg für die Erträge aus ihren Ersparnissen kämpfen wollen, kann man ja vielleicht einige mit Traumrenditen für Bitcoins locken. Der Bitcoin  hat noch Luft nach oben! – Warum? Nun, das kann man aus der Geschichte lernen. Auf dem Höhepunkt der Tulpen-Spekulation, wurden im Jahre 1637 für drei Tulpenzwiebeln einer neuen Sorte 30 000 Gulden bezahlt. Also 10 000 Gulden für eine Tulpenzwiebel. Heute heißt die neue Tulpenzwiebelsorte Bitcoin und man bezahlt für einen Bitcoin etwa 10 000 Euro. Aber es ist noch Luft, denn 10 000 Gulden waren im Mittelalter ein riesiges Vermögen. 10 000 Euro heute sind nicht einmal mehr eine gute Kutsche mit Pferden;  Verzeihung – ein Auto. Der Bitcoin kann also noch erheblich weiter steigen, vielleicht auf 100 000 Euro. Dann kommen wir aber immer noch nicht in die Bereiche der Kaufkraft von 10 000 Gulden im Jahr 1637. – Weiter also, immer weiter! Wer nicht dabei ist, ist selber schuld, wenn er nicht Millionär wird. Aber es gibt doch einen gewaltigen Unterschied zwischen den Tulpenzwiebeln im Mittelalter und den Kryptowährungen heute. Eine Tulpenzwiebel ist nämlich eine Tulpenzwiebel und bleibt dem Käufer als gegenständliches Etwas nach dem Platzen der Spekulationsblase erhalten. Ein Bitcoin ist ein … , na sagen wir einmal, ein virtuelles Wesen. Ein Geist, ein Gespenst, das nur in der Phantasie der Menschen existiert. Was bleibt aber von dem Geist übrig, wenn das Mysterium seines Erscheinens entschlüsselt ist?  – Nichts, nicht einmal eine Tulpenzwiebel.

Aber o.k., solange die Menschen daran glauben, bleibt das Wesen in den Köpfen der Menschen real. Übrigens glauben die Hälfte der Amerikaner an die Existenz von Geistern. – Onkel Dagobert hat daran sicher nicht geglaubt und total misstrauisch war der, wenn es um sein Geld ging. Er hat es nicht einmal den Banken anvertraut und seinen eigenen Geldspeicher gebaut. Davon sollten wir vielleicht lernen. Ach ja und seine Dollar hatten Golddeckung, die die FED nach einigen Abwertungen 1973 gänzlich abgeschafft hat. Darauf sollten wir vielleicht reagieren und unsere Dollar bzw. Euros rechtzeitig in wertbeständiges Gold tauschen. Das hätte Onkel Dagobert bestimmt getan, wenn seine Dollars keine Golddeckung gehabt hätten.

Dagobert würde Bitcoins kaufen, ist die Überschrift des Presseartikels. Wenn es nicht als Satire gemeint war, sondern als meinungsbildendes Instrument, dann ist es eine faustdicke Lüge.

Der Malachit

 

 

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4 Kommentare

  1. decordoba1 sagt:

    Ich würde keine Bitcoins kaufen, auch wenn möglicherweise jemand das Große Geld damit macht oder gemacht hat. Das riecht mir zu viel nach Pyramidenspiel – Schneeballsystem und Betrug.

    Wer solide durch Investment sein Vermögen vergrößern möchte, muss das Risiko abschätzen können, das ist bei den Bitcoins und anderen Kryptowährungen nicht abschätzbar.

    Ein Bitcoin stellt sich für mich wie eine Aktie dar, die aktuell um einen bestimmten Preis gehandelt wird – ABER – es steht kein Wert dahinter.

    Vergleich: Wenn ich eine Aktie von BAYER besitze, habe ich einen klitzekleinen Anteil des Unternehmens BAYER, das löst sich nicht so leicht in
    Luft auf.

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  2. Marco sagt:

    Zum Glück hat boerse.ard durch ein Geburtstagsinterview mit Dagobert längst das Gegenteil bewiesen. 😉
    https://boerse.ard.de/boersenwissen/boersengeschichte-n/in-bitcoins-kann-man-nicht-schwimmen100.html

    Aber in meinem Umfeld fällt das Wort Bitcoin in immer kleineren Intervallen. Und ich muss gestehen, dass in mir die Vorfreude auf die Schadenfreude wächst. Auch wenn ich es niemandem wirklich gönne …

    Gruß,
    Marco

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